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Frage zu S.E.5


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3 replies to this topic

#1 killgor

killgor
  • Posts: 34
  • LocationBerlin

Posted 15 November 2015 - 03:34

Ich hab bei der S.E.5 den Schub auf volle Pulle und trotzdem ist der Zeiger bei den Drehzahlanzeige nicht am Anschlag. Es ist also noch Platz zwischen dem Rot und dem weiß. ist das normal so? Bei anderen Flugzeugen ist der Zeiger, wenn man Schub auf volle Pulle hat, direkt am Übergang zwischen rot und weiß.


  • 0

#2 fokkerfrei

fokkerfrei
  • Posts: 58

Posted 16 November 2015 - 12:28

Ich weiß zwar nicht genau, was Du mit rot und weiß meinst (sind damit die Simple gauges gemeint, die nutze ich nie ...), aber auch bei der SE5 muss das Gemisch richtig eingestellt sein, um die volle Leistung abzurufen. Das ist ganz einfach über den "Mixture" Hebel zu steuern, er sollte so bei ca. 90% stehen. Man kann mit der SE5 auch mit "full mix" abheben und dann unter Beobachtung des Drehzalmessers den Gemischhebel langsam zurücknehmen, der Zeiger sollte sich dann merkbar nach rechts bewegen (Voraussetzung level flight). Ab ca. 2500 - 3000m kann man die Mischung dann noch einmal ein wenig zurücknehmen, um Drehzahl zu gewinnen. Gut ausgetrimmt ist die SE5 damit ein Super-Duper-Höhenjäger, ideal für Buuum'n'Zuuum ...

 

Übrigens bedürfen viele Flugzeuge der manuellen Gemischeinstellung, so gut wie alle Entente Flieger und auch einige Deutsche wie z.B. die Fokker DR1. Wohingegen z.B. die Albatrosse und DVII über eine automatische Gemischeinstellung verfügen.

 

Horrido! fokkerfrei


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#3 killgor

killgor
  • Posts: 34
  • LocationBerlin

Posted 18 November 2015 - 03:59

Okay, aber ich hab eigentlich eingestellt, dass ich mich nicht um den Motor kümmern muss.


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#4 ZachariasX

ZachariasX
  • Posts: 794

Posted 18 November 2015 - 09:48

Die "rote Zone" beginnt da, wo der Motor durch überdrehen Schaden nimmt. Es ist nicht das Maximum "Schub" und hat mit maximaler Leistung nichts zu tun. Die Motroren haben unterschiedlich Toleranzen zwischen max. Umdrehungen im Normalflug und dem roten Bereich, in dem der Motor Schaden nimmt. Dieser rote Bereich verschiebt sich auch in den "simple gauges", je nach Temperatur des Motors, oder wenn der Motor Schaden genommen hat. Gewisse Flugzeuge haben bei Vollgas die Drehzalmessernadel sehr nahe am roten Bereich, was bedeutet, dass in einem Sturzflug sehr schnell das Gas reduziert werden muss (oder "geblippt" werden muss). bei anderen hat man da mehr Reserven, was es im Luftkampf auch einfacher macht.

 

Die Einstellung auf "automatisches Motorenmanagement" gibt dir über den Daumen etwa 95% der max. erreichbaren Drehzahlen. Es ist aber sehr einfach, vor allem mit der richtigen Gemischeinstellung, das Beste raus zu holen. 1 vs. 1 mit identischen Flugzeugen wird also derjenige mit automatischer Gemischeinstellung ziehmlich klar das Nachsehen haben bei Flugzeugen mit manueller Gemischeinstellung.

 

Es ist aber einfach handzuhaben: Einfach den Motor mit max. Gemisch starten und dann langsam das Gemisch verringern bis zum Punkt, wo die Drehzalmessernadel nicht mehr steigt. Mit zunehmender Flughöhe muss man das Gemisch weiter abmagern. Die Temperatur ist weniger kritisch, solange der Motor nicht kocht oder < 60° C (vorsicht im Winter und bei Sturzflügen mit logischerweise gedrosseltem Motor!) ist. Einfach Kühler schliessen, Motor starten und losfliegen. Die Temperatur wird sehr schnell steigen und in ca. 1 bis 2 Minuten 85° C erreichen. Dann den Kühler soweit öffnen, wie es braucht um die Temperatur stabil zu halten. Je höher man fliegt, desto mehr muss der Kühler geschlossen werden. Ein kalter Motor verträgt weniger Drehzahlen. Der "rote Bereich" rückt in den einfachen Anzeigen also näher an die Drehzahlnadel heran.

 

Z

 


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